Ghanesha El Sharani

 

 

  Herzlich Willkommen bei den El-Sharani-Birmas!!!!  

 

                                                              

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Wenn einer eine Reise tut ........  

 

 

 

..... dann kann er viel erzählen!! Vor allem, wenn man mit Katzen fährt oder sogar fliegt!!

 

Meine erste Flugreise mit dem Birmakater SHARIM ging im April 1992 nach Teneriffa.

Frau Hackmann, Präsidentin der Deutschen Edelkatze und der World Cat Federation, hatte mit einem spanischen Club eine Weltausstellung in Puerto de la Cruz auf Teneriffa organisiert. Diese Reise war für mich zwar aufregend, da ich nicht wusste, wie Sharim auf den Flug etc. reagieren würde, aber bei seinen europäischen Ausstellungen bis zum CAPM war er total cool und gelassen, ein richtiger  Ausstellungskater also. Diese Reise war eigentlich sehr unkompliziert. Schon Monate vorher hatte ich den Flug und den Kater für die Flugkabine angemeldet. Es ging auch alles glatt.

Wir – mein Mann, Sharim und ich - hatten ein sehr schönes, hoch gelegenes Hotel mit toller Aussicht über Puerto gebucht, in der Nähe des Botanischen Gartens.

An 2 Nachmittagen fand in einem schönen Saal in Puerto – teilweise war er nur mit Bäumen überdacht, also ein supertolles fresh-air-Gefühl – die Show statt. Es gab sogar Ausstellungskäfige, die von Deutschland nach Teneriffa gebracht worden waren. Es war eine sehr gelungene internationale Ausstellung. Ich erinnere mich, dass eine russische Richterin Sharim seine Worldpremiorpunkte verlieh. Er wurde Best in Show und Best of Best und war die erste Birmakatze der WCF, die den Titel World Premior errang.

Die nächste Flugreise machte ich dann im November 1993 ohne männliche Begleitung nach Zarzis in Tunesien. Die Reise war von der Präsidentin des belgische Katzenclubs AFB - Madame Jacobs - organisiert worden.

Der Flug ging von Brüssel aus. Mein Mann hatte mich in dichtem Nebel  dorthin gebracht , dann war ich „gepäckmäßig“ auf mich alleine gestellt und das ist meistens nicht ganz ohne. Ich habe immer zuviel Gepäck dabei, da ich mich meist nicht entscheiden kann, nehme ich dieses Shirt und jene Hose noch mit und passt die Tasche dazu etc. etc.

Mit einer Katze darf man eigentlich außer dem Kennel kein Handgepäck mehr haben, aber ich hatte eine Nylontasche mit mindestens  10 kg zusätzlich dabei (Katzenstreu, Kosmetiktaschen, Bücher etc.). Das durchmogeln gelang mit Herzklopfen!!

 

World Champion Julischka von Nednil in Südtunesien- Zarzis.

 

Meine Katze BIJOU (Julischka v. Nednil) war diesmal dabei. In der Flugkabine waren unvorstellbar 10! Katzen in Kennels untergebracht. Der Flug verlief -  nach 3 Stunden Start-Verspätung wegen des Nebels – friedlich, trotz aller Katzen. In Zarzis hatten alle Aussteller einen kleine Bungalow direkt am Strand, es war nur eine Terrasse und ein kleiner Garten davor. Das Häuschen war recht hübsch tunesisch eingerichtet.

Aus Angst, meine Katze könnte sich, wenn das Zimmermädchen die Türe auflässt beim Saubermachen, selbst den Strand und die tunesischen Kater ansehen, machte ich immer das Schild „do not disturb“ an die Tür. Es funktionierte sehr gut. Außer einmal Bettwäsche wecheln kam niemand zu uns. Die frischen Handtücher habe ich mir selbst besorgt. Und das war sehr gut so! Bijou war nämlich  rollig geworden. 

Der bei der Show auch anwesende Birmakater Angelo v.d. Puppenstube wäre ein hervorragender Bräutigam gewesen. Ich witzelte mit Herrn Hesse – dem Züchter und damaligen Besitzer von Angelo – darüber „sollen wir die beiden zusammenbrigen oder nicht“, aber ich entschied mich dagegen, aus vielerlei Gründen. Vor allem lagen ja noch der Ausstellungsstreß und die Rückreise vor uns. Aber alles klappte super bei der Expo.

 

Hotel in Skanès

 

Es waren viele nette Aussteller aus Deutschland, Tunesien, Benelux und Frankreich anwesend. Bijou machte ihr CAGCE und CACM und wurde nominiert für Best in Show.  Das einzig aufregende bei der Ausstellung war, dass eine rote Perserkatze den Weg in den Hotelgarten gefunden  und sich hinter einem Busch versteckt hatte. Nach bangen 15 Minuten war sie aber wieder bei der Show.  

An den Tagen, wo wir keine Show hatten, fuhren wir halbtageweise zu den umliegenden Orten, besuchten Märkte, die Medinas und Moscheen. Das Wetter war im November so mild, dass wir im schönen Pool schwimmen konnten. Bijou ging ab und zu mit zum Strand und spazierte an der langen Leine oder wir saßen auf unserer kleinen Terrasse und sie steckte angeleint die Nase in das üppige Gras um all die neuen Gerüche aufzunehemen. Bijou war, ebenso wie Sharim, eine absolut traumhaft coole Ausstellungskatze, die ohne jegliche Zicken war.

Im November 1995 startete ich für 5 Tage mit meiner Belle Vanesse nach Monastir/Tunesien.

Dieses Mal waren wir im Hotel Skanes Palace  untergebracht. Das Hotel  liegt direkt am Strand; vom Hotelzimmer hatte ich eine herrliche Aussicht auf den Pool und das Meer. Ich traf  viele Bekannte und nette Katzenleute. Die Ausstellung in einem bezaubernden maurischen Saal war wieder einmal hervorragend von Madame Jacobs vom AFB vorbereitet.

Vanesse ist eine Super-Ausstellungskatze; sie sitzt und guckt elegant interessiert um sich oder rollt sich in einer Katzenhöhle bis zum Ende der Ausstellung zusammen. Sie ist ein absoluter Profi. Sie errang Ihre beiden CACM`s und Best in Show und Best of Best. 

Abends hatten wir nach der Ausstellung – wie auch in Zarzis – ein gemeinsames chices Abendessen mit dem Hoteldirektor und den Richtern. An den anderen Tagen gab es Fototermine, wir spazierten am Strand entlang, besuchten Monastir und die Soukhs und bald nahte für mich auch der Rückflug, da ich nur kurz in Tunesien war.

 

Hotel auf Teneriffa

 

Zum Abflug war ich eine der ersten zum Einschecken. Vanesse und ich warteten geduldig in der großen Abflughalle auf unseren Aufruf. Nichts kam. Die Zeit, wo unsere Maschine schon längst auf dem Flugfeld hätte stehen  müssen, es war nichts zu sehen. Dann eine Mitteilung der Fluggesellschaft, dass die Maschine wegen eines technischen Defektes nicht käme, man versuchte eine Ersatzmaschine zu chartern. Alle, die nach Köln und Düsseldorf mussten versuchten natürlich in eine der zwischenzeitlich startetenden Maschinen zu gelangen, ebenso ich – Katze dabei und so – andere versuchten eine Erkrankung des Kindes vorzuschieben, aber alles hatte keinen Sinn, die Maschinen nach Deutschland waren ausgebucht, es gab keine freien Kapazitäten!! So mussten wir warten und warten. Ich habe mich natürlich um Vanesse gesorgt, gab ihr zu trinken; sie war sooo lieb und geduldig! Nach 4 Stunden kam dann eine Ersatzmaschine aus Belgien. Hauptsache mitkommen! Mir erschien sie nicht so vertrauenserweckend, aber was sollte man machen? Der Flug ging nur nach München und dort müsse man umsteigen hieß es!! 

In München um 23.30 Uhr angekommen hieß es dann, es gibt vor dem nächsten Morgen keinen Weiterflug, sie werden in Hotels untergebracht und können am nächsten Morgen weiterfliegen. Ich dachte nur an meine Katze, wie entsetzlich; sie war seit knapp 12 Std. nicht mehr aufs Katzenklöchen  gegangen, was hab ich ihr nur angetan!

 

World Champion Belle Vanesse El Sharani am Strand von Monastir.

 

Wer den neuen Münchener Flughafen kennt, weiß wie riesig er ist. Wir mussten durch endlos lange Gänge, Rollbänder und wieder Gänge gehen – mit allem Gepäck versteht sich – bis wir endlich in einem Flughafenhotel angekommen waren. 200 Leute drängten sich da dann an der Rezeption, um ihre Schlüssel entgegenzunehmen. Es dauerte ewig... Um 01.30 Uhr waren wir dann auf dem Zimmer. Ich versuchte Vanesse das Katzenklo mit Küchentüchern schmackhaft zu machen aber sie nahm es nicht an. Sie miaute in einem fort. Sie ist auch so reinlich, dass sie nicht die Badewanne oder Fliesen benutzte. Und mitten in der Nacht in München an Katzenstreu zu kommen war einfach utopisch. Ich dachte an  Sand, Erde oder so, aber der Boden um das Hotel war gepflastert und die Erde gefroren. So haben wir beide eine entsetzliche Nacht durchgemacht. 

Ich rief zu Hause an und bat meinen Mann auf jeden Fall ein Katzenklo zum Flughafen mitzubringen, wenn er mich abholen würde. Welche Stadt es sein würde wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. 

Um 7.00 Uhr morgens war ich schon am Schalter der Lufthansa. Es gab dann sogar einen Flug ab 9.00 Uhr nach Köln, und Vanesse konnte dann um 11.00 Uhr endlich auf ihr Klochen gehen. Sie ist und bleibt meine Superkatze und einen nochmaligen Flug würde ich ihr niemals mehr antun und ich schwor mir, auf jeder weiteren Flugreise stets Katzenstreu für den Rückflug dabei zu haben!!!

Eigentlich sollte man meinen, ich hätte jetzt absolut „die Nase voll“ haben müssen, aber ich wurde von lieben Bekannten überredet, wieder einmal zu einer Weltausstellung mitzukommen.

Im Oktober 1997 fuhr ich für 5 Tage wieder nach Tunesien, ins gleiche Hotel Skanes Palace, wie 2 Jahre zuvor. Ich hatte unseren Cher Milanos mitgenommen. Er ist nicht so ganz pflegeleicht, mehr Typ „Berserker“, der auch seinem Unmut mal laut Ausdruck gibt.

 

World Premior Cher Milanos El Sharani am Strand von Monastir.

 

Ich machte diesmal ein Schild in französisch an die Hoteltüre, dass keiner unaufgefordert eintreten sollte. Am  Ankunftstag empfing mich Peter Klaas gleich mit der entsetzlichen Nachricht, dass sein Kater in Monastir auf dem Flughafen verschwunden war!

Fast jeder kennt die Geschichte von dem verschwundenen Merlin von Kin-Wa-Lu, der sich  8 Tage in Monastir alleine vergnügte. Für uns alle war es entsetzlich. Täglich fragten wir Birgit und Peter mehrmals nach dem Sachstand; der Kater blieb verschwunden. Zur Ablenkung unternahmen wir vieles zusammen.

Ich hatte ein Foto unseres Maine-Coon-Katers Rambo dabei, was beim Suchen nach Merlin dann auch sehr hilfreich war;   Rambo war wie Merlin black-tabby. Nach der Rückkunft in Deutschland von Peter und Birgit gab es nach einem Zeitungsartikel mit Foto und Belohnungsversprechen dann endlich ein Happy-end. Merlin war gefunden  und per Flieger nach Deutschland gebracht worden. (Der neueste Sachstand ist, dass Peter und Birgit wegen der Kosten immer noch mit der Fluggesellschaft prozessieren).

Die Ausstellung wurde also in gedrückter Stimmung abgehalten. Wir versuchten, Birgit und Peter abzulenken, er machte für manche den Steward, sodaß er sich nicht so ganz verloren vorkam.

Unser Milanos errang seine beiden CAPM`s und Best in Show.

 

World Premior Cher Milanos El Sharani.

 

Den Kater nahm ich oft mit an den Pool, wo er an der Leine mit mir und auch mit anderen Katzenfreunden bis zum Strand spazierte. Er genoß seinen kleinen Urlaub sehr; ich ließ ihn selten alleine. 

Auf dem Weg zum Rückflug passierte es dann. Der Bus zum Flieger stand eine ganze Weile vor dem Flugzeug bevor sich die Türen öffneten. Das Gedränge hinter mir wurde so groß, dass ich aus dem Bus gestoßen wurde und mit Kennel und Gepäck auf dem Flugfeld landete. Die Türe des Kennels hatte sich geöffnet. Geistesgegenwärtig hatte eine Mitreisende die Kenneltüre zugedrückt, sonst wäre mein Milanos auch weg gewesen!!!! Nicht auszudenken; ich war fix und fertig; mir tat alles weh. Ich meldete den Unfall direkt dem Kabinensteward und dann ging alles seinen Gang. Ich bekam einen Unfallbogen in die Hand gedrückt, den ich heulend während des Fluges ausfüllte. Ein anwesender Arzt untersuchte mich, und es wurde festgelegt, dass ich in Düsseldorf mit dem Krankenwagen zu einer BG-Klinik gebracht und untersucht und geröntgt werden müsse. Alle waren sehr nett zu mir. Mein Kater guckte mich mitleidig an und war ausnahmsweise mal sehr brav!

 

Strand von Skanès

 

In Düsseldorf eröffnete man mir, dass der Kater nicht mit in den Rettungswagen könne!!!??

Nach längeren Debatten mit dem Piloten einigten wir uns darauf, dass der Pilot sich persönlich dafür einsetzen würde, dass mein Mann ausgerufen, er ihm persönlich den Kater übergeben würde  usw. usw.

Mein  Mann kam dann einige Zeit später grinsend in der Düsseldorfer Klinik an, wo ich verarztet und durchgescheckt wurde. Er ist Eskapaden meinerseits gewohnt und ein absolut cooler Typ, nach dem Motto : was hat sie nun wieder angestellt!! Bei mir war glücklicherweise nichts gebrochen und nach einigen Stunden und vielen Röntgenaufnahmen konnten wir dann nach Haus, nach Köln fahren. Ich konnte mich nach dem Schreck, dass Milanos fast weg gewesen wäre – nicht wegen meiner Blessuren – nun auch eines Grinsens nicht erwehren. Milanos lag friedlich im Kennel auf dem Rücksitz.

 

Und ich hatte immer noch nicht genug!! Aber man muß natürlich auch wissen, dass solch eine Weltausstellung erstens etwas besonders ist, ein besonderes Flair hat und ein kleiner Urlaub zwischendurch auch nicht zu verachten ist. Ich ließ mir 5! Jahre Zeit mit der nächsten Katzen-Flugreise. Bis dahin hatte ich alles so quasi „vergessen“.

 

World Premior Jacelyne El Sharani     

(Foto - Trompetter)  

 

Meine Jacelyne, die jetzt bei meinen lieben Freunden Monika und Hans Trompetter wohnt, hatte 2001 ihren Weltpremior erreicht, und im November 2002 sollten Mutter und Tochter -Jamounah und Pretty Scarlet -  dabei sein. Die Ausstellung wurde wieder vom AFB durchgeführt. Monika und Hans flogen frühmorgens mit ihrem Maine Coon Kater Richie und Scarlet nach Monastir, meine Freundin und Kollegin Hannelore Sauer mit mir und Jamounah in einer anderen Maschine. Ich hatte wie immer alles frühzeitig gebucht, damit die Katze mit in die Kabine kommt. Beim Einschecken meldete ich die Katze an. Ich traf auf absolute Neulinge in diesem Job. Sie waren beide „sehr bemüht“ und freundlich, das war`s dann auch. Ich sagte, dass ich eine Katze dabei hätte, kein weiterer Kommentar außer, dass das noch 25 Euro kosten würde. Ich übergab ein Schreiben der Fluggesellschaft, dass die Katze kostenlos befördert würde. Dies wurde kopiert und wir konnten einschecken. Im Flugzeug erschien dann ein Mensch vom Sicherheitsdienst, der mir klarzumachen versuchte, dass die Katze mit dem kleinen Kennel entweder in den Frachtraum oder in Köln bleiben müsse. Ich versuchte irgendwie klar zu denken. Das war mir ja noch nie passiert!  Diese Fluggesellschaft bestand auf einer flexiblen Tasche!!

 

Katzen in Monastir.

Da muß man erst einmal drauf kommen. Verschärfend kommt hinzu, dass – bedingt durch die terroristischen Attentate - wenig Passagiere nach Tunesien flogen, und man aus allen möglichen Städten die Flüge zusammenwürfelte. Wir mussten auf dem Hinweg in Nürnberg und auf dem Rückweg in Stuttgart Passagiere aufnehmen. Vor meinem geistigen Auge sah ich schon Jamounah irgendwo anders ankommen oder Merlin`s  Schicksal vor mir. Hätte dieses Dusseltier mir beim Einschecken irgendetwas von einer flexiblen Tasche gesagt, hätte ich auf dem Flughafen noch eine besorgen können. Nun musste ich mich ins Unvermeidliche schicken. Jamounah kam in den Frachtraum, der Kennel bekam  noch eine Banderole, dass sie nicht in Nürnberg ausgeladen wurde und ich redete mit dem Chefsteward, der mir versicherte, dass er sich um die Katze bei der Zwischenlandung kümmern würde. Ich fragte vorsichtig, ob die Crew auch nach Tunesien flöge. Seine Antwort, nein, aber er würde das an die nächste Mannschaft weitergeben. Ich ließ mir noch den Namen des Copiloten geben und wir gingen dann sehr unruhig in Nürnberg von Bord. Nach unserem Zwangsaufenthalt war ich die erste wieder an Bord. Der neue Chefsteward beschwichtigte mich, es ist alles o.k., der Katze geht es gut, ich habe sie selbst gesehen.

Unruhig warteten wir die Ankunft in Monastir ab. Ich erklärte dem Steward, dass die Katze keinesfalls auf einen Gepäckbeförderungswagen dürfe und redete mit Engelszungen. Er versprach mir, die Katze persönlich aus dem Frachtraum zu holen und mir zu übergeben. So geschah es dann auch . Überglücklich schmuste ich mit Jamounah und sie begrüßte mich auch mit heftigen lauten Beschwerden. Erfreulicherweise holten uns Monika und Hans ab. Ihre zwei waren in den Kennels befördert worden und auch alle anderen, tw. 6 Katzen in der Flugkabine konnten in  ihren stabilen großen Kennels bleiben. Die Fluggesellschaft mit der ich geflogen war, werde ich wohl niemals mehr in Anspruch nehmen!!

 

World Premior Pretty Scarlet El Sharani     

(Foto - Trompetter)

 

Nun ging alles seinen gewohnten Gang  bis auf die Tatsache, dass wir, die Katzenleute zur Weltausstellung, die letzte Reisegruppe des Mittelklassehotels waren, das nach uns geschlossen und renoviert werden und in ein „all inklusive“- Hotel umgewandelt werden sollte. Wir mussten uns mit vielerlei begnügen: einem kleinen Speisesaal, das Essen war auch nicht so üppig, wie mir von anderen, die in dem Hotel schon einmal waren, gesagt wurde, die Sandwichbar u.v.a.mehr waren geschlossen, es war „tote Hose“ angesagt, die Stühle im Garten wurden einem fast „unterm Hintern“ weggeräumt etc. Wir machten trotz allem das Beste aus dem kleinen Urlaub. Meine Freundin machte jeden Tag Fahrten zu allen sehenswerten Orten, die ich schon kannte bzw. konnte ich ja wegen Jamounah nicht so lange weg bleiben. Ich genoß trotz allem die herrliche Sonne, das Meer, Spaziergänge und kleine Fahrten, die uns zu viert viel Spaß machten. Wir Katzenleute fütterten die 6 Hotelkatzen , die schon immer morgens und abends auf uns warteten.

Erwähnenswert ist noch, dass meine Freundin in ihrem Zimmer  eine Kakerlake zu Besuch hatte und Jamounah Hunderte Ameisen in ihrem Fressnapf vorfand und das auf der ersten Etage des Hotels!  Der Kommentar des Empfangschefs war, dass er dem Zimmermädchen am nächsten Morgen Bescheid geben würde! Heißes Wasser gab es auch nicht in allen Zimmern, irgendwie war wohl die Anlage defekt. Nach dem ersten Haarewaschen mit kalten Wasser wollte ich dieses dann doch nicht wiederholen. Meine Freundin ist da abgehärteter, sie duschte in ihrem Bad im Nebenzimmer kalt!! Das nächste Mal wusch ich mir bei Monika die Haare mit herrlich warmem Wasser!

Es gab mittlerweile so viele Beschwerden von seiten der Katzenleute über das Hotel, dass die Reiseleiterin verständigt wurde und ihr  jeder eine Beschwerdeliste übergab. (Noch haben wir nichts von der Reisegesellschaft gehört, das Beschwerdeverfahren läuft noch.)

 

World Champion Jamounah El Sharani (re.) und World Premior Pretty Scarlet El Sharani (Jamounah's Tochter) 2002 in Monastir/Tunesien..

 

Die Ausstellung fand in einem hübsch dekorierten Raum des Hotels statt, der mit farbigem Discolicht beleuchtet wurde!! Zur Feststellung der Augen- oder Fellfarbe mussten die Richter ans Tageslicht aus dem Raum heraus gehen; es war für die Richter und auch uns eine rechte Zumutung. Jamounah erreichte ihr CACM und Scarlet ihr CAPM sowie beide Best in Show.

Am ersten Tag der Ausstellung machte ein belgischer Maine-Coon-Kater Best of Best und am zweiten Tag eine belgische Birmakatze in seal-point.

Jamounah deutete mir am zweiten Tag der Ausstellung an, das sie davon die Nase voll hätte und machte vor dem Richten! ein weiches Häufchen in den Kennel!!  Sie ist eine kapriziöse Katze und hat stets ihren eigenen Kopf! In Windeseile hab ich sie dann mit zufällig mitgebrachten Handtüchern gesäubert und meine Freundin nach oben ins Zimmer geschickt, um Parfum zu holen. Ich war fix und fertig!  Eigentlich reichte es für die Reise was alles vorgefallen war!

 

World Champion Jamounah El Sharani

 

In der Medina von Sousse habe ich dann eine flexible Tasche von Reebock erhandelt, so stand der Rückreise mit der Katze in der Flugkabine nichts mehr im Weg.

Aber Jamounah meinte auch beim Einschecken zum Rückflug, dass ihr das alles nicht passe, und wiederholte das mit der weichen Hinterlassenschaft! Notdürftig hab ich sie dann unter den Augen einer Angestellten in einer Mini-Flughafentoilette sauber gemacht. Man hätte mich nicht schräg ansprechen dürfen, ich wäre explodiert! Und vor uns lagen  noch 10 Stunden, ich durfte nicht daran denken! Jamounah war in ihrer Tasche sehr unruhig, ich hatte sie mit der Leine festgemacht und den ganzen Flug über beruhigt und gestreichelt. In Stuttgart hatten wir noch 2 Stunden Aufenthalt. Im Aufenthaltsraum für die Transitpassagiere wurde laufend die Türalarmglocke ausprobiert - und das über 2 Stunden lang!!!! 

Es war einfach entsetzlich. Man kam sich nicht vorstellen, wie erleichtert ich war, als ich in Köln angekommen und meinem Mann die Katze mit Tasche übergeben konnte.

Übrigens – kaum in Köln angekommen – trohnte sie auf dem Gepäckwagen und saß aufrecht angeleint stolz wie Oskar auf den Koffern. Daß sie nicht die Pfote hob und hoheitsvoll den Leuten zuwinkte, war alles. Jeder amüsierte sich,der sie so sah. Leider war ich zu entnervt zum Fotografieren.

 

Jamounah vor dem Abflug nach Deutschland, noch in Monastir vor dem Hotel.

 

Nun reicht es mit der Fliegerei zu Weltausstellungen  für die nächste Zeit!!!

 

 

 

Nanette Esser 05.01.2003  

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